Blog Eintrag #3 - Österreich und Slowakei

Endlich im Ausland! Kurz hinter Passau muss es irgendwo passiert sein und ich habe die Grenze zu Österreich überschritten. Ein Schild oder ähnliches gab es nicht, irgendwann war ich einfach drüben. Die Donau fließt jetzt zwischen wunderschönen Hügeln entlang (Bilder) und gleich am ersten Abend bekomme ich die Gastfreundlichkeit der Ösis zu spüren. Es war schon wieder spät, ich hatte keine Lust mehr und war kurz vor Linz. Beinahe wäre ich vorbeigefahren, aber ich sah noch ein Schild „Zimmer frei/Urlaub auf dem Bauernhof“. Da wird man schon sein Zelt aufstellen können, dachte ich mir und fuhr den steilen Berg hoch. Genau in dem Moment, als ich auf halbem Weg dorthin nicht mehr konnte, stand eine Frau im Vorgarten und ich fragte sie, ob der Bauernhof auch Camping anbietet. Sie wusste es nicht und fragte ihren Mann in der Garage. Der wusste es auch nicht und meinte, „du kannst auch dein Zelt bei uns aufschlagen“. Das war die Antwort, die ich hören wollte :) Also nächtigte ich im schön angelegten Garten von Mario und Michi, inklusive Dusche und W-LAN, was von nun an täglich gesucht wird…Roaming-Kosten und so. Am nächsten Morgen schaute dann eine ältere Frau (Marianne, 74, Mutter von Mario) ins Zelt und fragte, ob ich einen Kaffee wolle. Natürlich lasse ich mich nicht zweimal bitten. Als ich hoch in die Küche komme, steht frischer Kaffee, aufgeschnittenes Brot, Butter, Marmelade, Honig und ein Stück Kuchen fein aufgereiht auf dem Tisch. Ich halte einen netten Plausch mit meiner „Leih-Oma“ und erzähl ihr von meinen Plänen. Bei den Wörtern „Iran“ und „Kolumbien“ schlägt sie die Hände überm Kopf zusammen und sagt mit großer Entsetzung „Maria!“ :) Ich lach‘ mir einen ab, bedanke mich recht herzlich und fahre in brütender Hitze weiter über Melk nach Wien, um meinen ehemaligen Mitbewohner aus Namibia (Auslandssemester 2012) Michi zu treffen. Ich bleibe 2 Tage, er zeigt mir die Stadt, Prunk hier Prunk da, wir essen Wiener Schnitzel und schwelgen in alten Zeiten. Definitiv eine der besten, die wir je hatten. Und da ich dabei bin, eine neue unvergessliche Zeit zu kreieren, geht es für mich weiter, raus aus dem deutschsprachigen Raum, nach Bratislava, in die Slowakei. Dort wird wieder kräftig couchgesurft, bei Tomas, 30, Webdesigner. Bratislava ist ein nettes Städtchen und sehr überschaubar, deswegen bleibe ich auch nur einen halben Tag, aber! das Bier (0,5l) kostet in der Bar schon nur noch 1,70€, also gerade mal die Hälfte, wie noch 80km zuvor, in Wien. Und gerüchteweise wird es noch günstiger, also schnell weiter Richtung Osten…

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