BLOG EINTRAG #38 – Nicaragua

Die Imigration auf der Seite Nicaraguas war sehr entspannt und sicher. Wieder Geld wechseln, dieses Mal in Córdoba und ab geht’s. Erneut einige Gringo-Rufe, dafür richtig guter Fahrbelag. Meine Informationen waren, dass Nicaragua, vorallem mit seinen Jungendbanden, das gefährlichste Land in Zentralamerika sei. Jarrko, einen pedalierenden Finne aus Österreich, den ich hier traf erzählte mir, dass er zweimal von Kindern mit Steinen abgeworfen wurde und ein Typ mit einer Machete seinen Rucksack klauen wollte, wobei er mit dem abgeben von etwas Bargeld davon kommen konnte. Mir war klar, dass ich auch hier eher Gas geben werde. Vorbei an einem Typ, der mit der Faust in die Hand schlug im Sinne von „ich hau dir aufs Maul“, vorbei an einem Arbeiter, der mir gestikulierte Anzuhalten und auf seine Machete zeigte, mehr Gringo-Rufe und 2 Kids auf Fahrrädern, die mich sahen und plötzlich Gas geben wollten, wobei der hintere umfiel und im Straßengraben landete – Strike 5!!! Die einzige Möglichkeit zu Übernachten waren also solche kleinen Motels. Zum Glück konnte ich mir die schon ab dem zweiten Tag mit Micha, 41 aus Deutschland teilen, mit dem ich 3 – 4 Tage unterwegs war und den ich „Micha the Eagle“ taufte, da er wie Eddy the Eagle gerne und häufig Milch trank. Wenn auch dauerhaft etwas auf der Hut, konnten wir noch 1 – 2 auf dem Weg liegende Highlights mitnehmen, wie den aktuell sehr aktiven Volcano Masaya, die Laguna de Apoyo und natürlich den riesigen Nicaraguasee mit seinen zwei im See liegenden Vulkanen. Auch die Leute wurden Richtung Süden wieder deutlich freundlicher, dennoch waren wir etwas erleichtert, als wir die Grenze zu Costa Rica Überquert hatten.